Mitgliedschaft

Auszug aus der Satzung vom 29. Mai 2002

§ 3 Mitglieder

Mitglieder können werden

a) Natürliche Personen,

b) Personenhandelsgesellschaften sowie juristische Personen des privaten und öffentlichen Rechts.

§ 4 Erwerb der Mitgliedschaft

Zum Erwerb der Mitgliedschaft bedarf es einer vom Bewerber zu unterzeichnenden unbedingten

Beitrittserklärung und der Zulassung durch die Genossenschaft. Über die Zulassung beschließt der

Vorstand.

§ 5 Eintrittsgeld

(1) Bei der Aufnahme ist ein Eintrittsgeld zu zahlen, über dessen Höhe der Vorstand und der

Aufsichtsrat nach gemeinsamer Beratung beschließen.

(2) Das Eintrittsgeld ist dem Ehegatten und den minderjährigen Kindern eines Mitgliedes zu erlassen.

§ 13 Rechte der Mitglieder

(3) Alle Mitglieder haben gleiche Rechte. Sie üben ihre Rechte in Angelegenheiten der

Genossenschaft gemeinschaftlich durch Beschlussfassung in der Mitgliederversammlung aus. Sie

bewirken dadurch dass die Genossenschaft ihre Aufgaben erfüllen kann.

(4) Aus den Aufgaben der Genossenschaft ergibt sich im Rahmen der gegebenen Möglichkeiten das

Recht jedes Mitgliedes auf

a) wohnliche Versorgung durch Nutzung einer Genossenschaftswohnung, Erwerb eines

Eigenheimes oder einer Wohnung in der Rechtsform des Wohnungseigentums,

b) Betreuung durch die Genossenschaft bei der Errichtung eines Eigenheimes oder einer Wohnung

in der Rechtsform des Wohnungseigentums,

c) Inanspruchnahme von Dienstleistungen und Einrichtungen der Genossenschaft nach den dafür

getroffenen Bestimmungen sowie das Recht auf Teilnahme an sonstigen Vorteilen, die die

Genossenschaft ihren Mitgliedern gewährt,

nach Maßgabe der folgenden Satzungsbestimmungen und der gemäß § 28 aufgestellten Grundsätze.

(3) Das Mitglied ist aufgrund der Mitgliedschaft vor allem berechtig,

a) weitere Geschäftsanteile zu übernehmen (§ 17),

b) die Mitgliederliste einzusehen,

c) das Stimmrecht in der Mitgliederversammlung auszuüben, sofern die Teilnahme nicht gem. § 11

Abs. 3 ausgeschlossen ist,

d) in einer vom zehnten Teil der Mitglieder unterschriebenen Eingabe die Berufung einer

Mitgliederversammlung oder die Ankündigung von Gegenständen zur Beschlussfassung in einer

bereits einberufenen Mitgliederversammlung zu fordern (§ 31 Abs. 3),

e) Die Ernennung oder Abberufung von Liquidatoren in einer vom zehnten Teil der Mitglieder

unterschriebenen Eingabe beim Gericht zu beantragen (§ 43 Abs. 2),

f) Auskunft in der Mitgliederversammlung zu verlangen (§ 35),

g) am Bilanzgewinn der Genossenschaft teilzunehmen (§ 39),

h) das Geschäftsguthaben durch schriftliche Vereinbarung auf einen anderen zu übertragen (§ 8),

i) den Austritt aus der Genossenschaft zu erklären (§ 7),

j) freiwillig übernommene Geschäftsanteile nach Maßgabe von § 18 zu kündigen,

k) die Zahlung des Auseinandersetzungsguthabens gemäß § 12 zu fordern,

l) Einsicht in die Niederschrift über die Beschlüsse der Mitgliederversammlung zu nehmen sowie

auf seine Kosten eine Abschrift des in der Geschäftsstelle ausgelegten Jahresabschlusses, des

Lageberichts und der Bemerkungen des Aufsichtsrates zu fordern (§§ 32 Abs. 11, 37 Abs. 1).

§ 14 Recht auf wohnliche Versorgung

(1) Das Recht auf Nutzung einer Genossenschaftswohnung sowie das Recht auf Erwerb eines

Eigenheimes oder einer Wohnung in der Rechtsform des Wohnungseigentums bzw.

Dauerwohnrechts nach Wohnungseigentumsgesetz steht ebenso wie das Recht auf

Inanspruchnahme von Betreuungsleistungen in erster Linie Mitgliedern der Genossenschaft zu.

(2) Die Genossenschaft soll die Preise für die Überlassung des Gebrauchs von Wohnungen nach den

Grundsätzen ordnungsmäßiger Bewirtschaftung festsetzen.

§ 15 Überlassung und Zuweisung von Wohnungen und Eigenheimen

(1) Die Überlassung einer Genossenschaftswohnung begründet grundsätzlich ein dauerndes

Nutzungsrecht des Mitgliedes.

(2) Das Nutzungsverhältnis an einer Genossenschaftswohnung kann während des Bestehens der

Mitgliedschaft nur unter den im Nutzungsvertrag festgesetzten Bedingungen aufgehoben werden.

§ 16 Pflichten der Mitglieder

(1) Alle Mitglieder haben gleiche Pflichten.

(2) Aus der Mitgliedschaft ergibt sich die Verpflichtung, zur Aufbringung der von der Genossenschaft

zur Erfüllung ihrer Aufgaben benötigten Eigenmittel beizutragen durch

a) Übernahme von Geschäftsanteilen nach Maßgabe des § 17 und fristgemäße Zahlungen hierauf,

b) Teilnahme am Verlust (§ 40),

c) Zahlung des Eintrittsgeldes (§ 5).

(3) Das Mitglied ist verpflichtet, für die Errichtung und Erhaltung des genossenschaftlichen Eigentums

Gemeinschaftshilfe nach Maßgabe von Richtlinien zu leisten, die die Mitgliederversammlung

beschließt.

(4) Für die Inanspruchnahme von Leistungen der Genossenschaft hat das Mitglied ein vom Vorstand

nach den Grundsätzen ordnungsmäßiger Bewirtschaft festgesetztes Entgelt zu entrichten, die

getroffenen Vereinbarungen zu erfüllen sowie ggf. einen festgesetzten Finanzierungsbeitrag zu

erbringen.

(5) Bei der Erfüllung von Pflichten und der Wahrnehmung von Rechten auch aus abgeschlossenen

Verträgen sind im Rahmen der genossenschaftlichen Treuepflicht die Belange der Gesamtheit der

Mitglieder angemessen zu berücksichtigen.

§ 17 Geschäftsanteile und Geschäftsguthaben

(1) Der Geschäftsanteil beträgt 500,00 €.

(2) Für die Mitgliedschaft ist jedes Mitglied verpflichtet, einen Anteil zu übernehmen. Jedes Mitglied,

dem eine Wohnung oder ein Geschäftsraum überlassen wird oder überlassen worden ist, hat

einen angemessenen Beitrag zur Aufbringung der Eigenleistung durch Übernahme eines weiteren

Geschäftsanteils zu übernehmen. Soweit das Mitglied bereits weitere Anteile gemäß Abs. 4

gezeichnet hat, werden diese auf die Pflichtanteile angerechnet.

(3) Jeder Pflichtanteil ist sofort einzuzahlen.

(4) Über die Pflichtanteile hinaus können die Mitglieder weitere Anteile übernehmen, wenn die

vorhergehenden Anteile bis auf den zuletzt übernommenen voll eingezahlt sind und er Vorstand

die Übernahme zugelassen hat.

(5) Solange ein Geschäftsanteil nicht voll eingezahlt ist, ist die Dividende dem Geschäftsguthaben

zuzuschreiben.

(6) Die Höchstzahl der Anteile, mit denen sich ein Mitglied beteiligen kann, beträgt 200.

§ 19 Nachschusspflicht

Die Mitglieder haben auch im Falle des Konkurses bzw. der Gesamtvollstreckung keine Nachschüsse

zu leisten.

§ 39 Gewinnverwendung

(1) Der Bilanzgewinn kann unter die Mitglieder als Gewinnanteil verteilt werden; er kann zur Bildung

von anderen Ergebnisrücklagen verwandt werden.

(2) Der Gewinnanteil darf 4 % des Geschäftsguthabens nicht übersteigen. Sonstige

Vermögensvorteile, die nicht als angemessene Gegenleistung für besondere geldwerte

Leistungen anzusehen sind, dürfen den Mitgliedern nicht zugewendet werden.

(3) Die Verteilung als Gewinnanteil erfolgt nach dem Verhältnis der Geschäftsguthaben bei Beginn

des Geschäftsjahres, für das der Jahresabschluss aufgestellt ist.

§ 6 Beendigung der Mitgliedschaft

Die Mitgliedschaft endet durch

a) Kündigung,

b) Übertragung des Geschäftsguthabens,

c) Tod,

d) Auflösung oder Erlöschen einer juristischen Person oder einer Personenhandelsgesellschaft,

e) Ausschluss.

§ 7 Kündigung der Mitgliedschaft

(1) Das Mitglied hat das Recht, durch Kündigung seinen Austritt aus der Genossenschaft zu erklären.

(2) Die Kündigung findet nur zum Schluss eines Geschäftsjahres statt. Sie muss mindestens 1 Jahr

vorher schriftlich erfolgen.

(4) Das Mitglied scheidet aus der Genossenschaft zu dem Jahresschluss aus, zu dem die Kündigung

fristgerecht erfolgt ist.

§ 8 Übertragung des Geschäftsguthabens

(1) Ein Mitglied kann jederzeit, auch im Laufe des Geschäftsjahres, sein Geschäftsguthaben durch

schriftliche Vereinbarung auf einen anderen übertragen und hierdurch aus der Genossenschaft

ohne Auseinandersetzung ausscheiden, sofern der Erwerber bereits Mitglied ist oder Mitglied

wird. Die Übertragung des Geschäftsguthabens bedarf der Zustimmung des Vorstandes.

§ 9 Beendigung der Mitgliedschaft im Todesfall

Stirbt ein Mitglied, so geht die Mitgliedschaft bis zum Schluss des Geschäftsjahres, in dem der Erbfall

eingetreten ist, auf die Erben über. Sie endet mit dem Schluss des Geschäftsjahres, in dem der Erbfall

eingetreten ist. Mehrere Erben können ein Stimmrecht in dieser Zeit nur durch einen

gemeinschaftlichen Vertreter ausüben.