Hier finden Sie unsere vollständigen Presseartikel zu Bauvorhaben, Modernisierungen und zur Genossenschaft.
PRESSEMITTEILUNG
Neuer Wohnpark Hengsbecke
Hochwertiger Wohnraum zu erschwinglichen Preisen · Bauantrag gestellt
Ein langer Weg führt endlich zum Ziel. Wie ein Pilgerweg. Unwetter, ein steiniger Weg, aber Aufgeben gab es nicht. Jetzt ist es so weit. Das Wohnprojekt in Medebach an der Hengsbecke startet.
Errichtet werden zunächst drei Mehrfamilienhäuser mit insgesamt 27 Wohneinheiten, davon neun als Eigentumswohnungen. 18 sind Teil eines Mehrgenerationen-Wohnprojektes, größtenteils öffentlich gefördert.
Mit Wohnungsgrößen von 40 bis 104 Quadratmetern bieten die Wohnhäuser einen Mix aus modernen Single-Apartments bis hin zu großen familienfreundlichen Vier-Zimmer-Wohnungen. Jede Wohnung wird über eine Terrasse oder einen Balkon verfügen, teilweise mit Blick auf den begrünten Innenhof. Alle Wohnungen sind barrierearm gestaltet und mit ebenerdigen Duschen ausgestattet.
„Die Hauseingänge und Aufzüge erhalten elektrisch bedienbare Türen, so dass die Wohnungen auch durch Rollstuhlfahrer ohne Begleitung oder mit einem Rollator erreichbar sind.“Peter Wagner, Vorstand der Wohnungsbaugenossenschaft
Die Wohngebäude erfüllen den Effizienzstandard BEG 55 und leisten damit einen Beitrag zum klimagerechten Bauen. Auf den Dächern werden Photovoltaikanlagen installiert. Zusätzlich sorgen Luft-Wärmepumpen für eine CO2-arme Wärmeversorgung.
Trotz stark gestiegener Baukosten werden die Verkaufspreise ab 3.750 Euro pro Quadratmeter Wohnfläche liegen. Für die frei finanzierten Wohnungen wird eine Kaltmiete ab 8,50 Euro veranschlagt. Die öffentlich geförderten Wohnungen werden für 6,50 Euro pro Quadratmeter vermietet.
„Unsere Wohnungen werden fast für jeden bezahlbar sein. So liegt die Brutto-Einkommensgrenze zum Beispiel für einen Drei-Personen-Haushalt bei 57.074 Euro, um eine Berechtigung für die Anmietung einer geförderten Wohnung zu erhalten.“Kerstin Apelrath, Mitarbeiterin der Wohnungsbaugenossenschaft
Der Baubeginn ist für Mitte dieses Jahres geplant. Die Fertigstellung wird voraussichtlich im Frühjahr 2027 sein.
In einem zweiten Bauabschnitt soll ein weiteres Gebäude errichtet werden, mit einer Sozialstation, Apartments für Auszubildende und Arbeitnehmer sowie einer Wohngemeinschaft für Senioren. Für die Finanzierung sind ebenfalls öffentliche Mittel vorgesehen. Eine Zusage steht noch aus.
„Im Wohnpark Hengsbecke werden insgesamt 50 Wohneinheiten entstehen, eine merkbare Aufwertung des Wohnstandortes Medebach.“Stefan Kotthoff, Vorstand der Wohnungsbaugenossenschaft
„Mit dem Wohnprojekt Hengsbecke schaffen wir hochwertigen und bezahlbaren Wohnraum, trotz der nach wie vor schwierigen Marktlage im Wohnungsneubau. Entscheidender Faktor für die jetzt bevorstehende Umsetzung des Projektes war die Beharrlichkeit und gute Zusammenarbeit zwischen der Stadt Medebach und der Wohnungsbaugenossenschaft. Ich freue mich sehr, dass dieses für unsere Stadt wichtige Projekt nun in die Umsetzung gehen kann.“Thomas Grosche, Bürgermeister der Stadt Medebach
Die Wohnungsbaugenossenschaft Hochsauerland wird 90
Die Wohnungsbaugenossenschaft Hochsauerland e.G. blickt auf ihr 90-jähriges Bestehen zurück.
Mit der Gründung am 6. Dezember 1935 machte es sich die Genossenschaft zum Auftrag, der Wohnungsnot im Hochsauerland entgegenzuwirken. Doch die Anfangsjahre waren äußerst schwierig. Mit Ausbruch des Zweiten Weltkriegs wurde die Bautätigkeit komplett eingestellt. Erst nach Kriegsende entstanden sogenannte Siedlungshäuser in Brilon, Marsberg, Olsberg und Winterberg, um der einheimischen Bevölkerung und den heimatvertriebenen Flüchtlingen ein Dach über dem Kopf zu bieten.
In den 1960er und 1970er Jahren kam es zu einem wahren Bauboom. Gebaut wurden unter anderem mehrstöckige Wohnhäuser in Brilon und Marsberg. In Winterberg entstand die Wohnsiedlung an der Haarfelder Straße.
Heute hat die Genossenschaft 958 Mitglieder und verwaltet 453 Wohnungen mit einer Wohnfläche von 28.662 Quadratmetern. Die durchschnittliche Miete pro Quadratmeter beträgt 5,15 Euro und liegt damit deutlich unter der Durchschnittsmiete vergleichbarer Wohnungen.
Das Personalteam besteht aus vier Verwaltungsangestellten und zwei Regiearbeitern. Geleitet wird die Genossenschaft von einem dreiköpfigen Aufsichtsrat und einem Vorstand, bestehend aus einem haupt- und einem nebenamtlichen Mitglied.
Am Thema Wohnungsnot hat sich in den vergangenen 90 Jahren im Grundsatz nichts geändert. Auch heute ist der Wohnraum knapp und teuer.
„Wir werden auch zukünftig modernen und günstigen Wohnraum zur Verfügung stellen.“Peter Wagner, Vorstandsvorsitzender der Genossenschaft
„Trotz der bisher geleisteten Arbeit lehnen wir uns nicht zurück, sondern setzen unsere Bemühungen fort, unser Wohnungsangebot weiter auszubauen und in seiner Qualität zu steigern.“Stefan Kotthoff, Vorstandsmitglied
Das zeigen die für die Zukunft geplanten Projekte. In Medebach entstehen ab 2026 gleich drei neue Häuser mit 27 Wohnungen. Angeboten werden moderne Zwei- und Drei-Zimmer-Wohnungen mit Wohnflächen zwischen 61 und 104 Quadratmetern. Alle Wohnungen sind barrierearm erreichbar und somit auch für Rollstuhlfahrer und ältere Menschen geeignet. Im weiteren Verlauf soll auf dem angrenzenden Grundstück ein Wohnhaus mit Apartments für Arbeitnehmer und Auszubildende sowie einer Senioren-WG mit insgesamt 19 Wohneinheiten entstehen.
Ein weiteres Bauprojekt befindet sich am Derkerborn in Brilon. Geplant ist ein Mehrfamilienhaus mit 11 Wohnungen, versorgt mit Fernwärme der Stadtwerke Brilon. Parallel zu diesen Vorhaben wird gemeinsam mit der Stadt Winterberg die Bebauung eines Grundstücks am Fichtenweg entwickelt. Ein Pilotprojekt, das richtungsweisend sein wird und ebenfalls vom Land NRW stark unterstützt wird.
Zusammen mit dem gerade im Bau befindlichen Wohnquartier Brilon, Alexanderstraße 7–11, werden in den nächsten Jahren 95 neue Wohneinheiten entstehen. Bei einem Eigenkapitaleinsatz von rund 3,6 Millionen Euro betragen die Gesamtkosten hierfür voraussichtlich 24,8 Millionen Euro.
Bei allen Neubauplanungen wird der vorhandene Wohnungsbestand nicht vergessen. So werden gegenwärtig 19 Bäder in Brilon am Glockengießerweg komplett modernisiert, Außenwände von älteren Gebäuden energetisch verbessert und Heizungen – so in Marsberg im Wohngebiet „An der Wallmei“ – erneuert.
„Wir haben uns bereits seit einigen Jahren zur Aufgabe gemacht, unsere Wohnungen und Häuser nach und nach zu sanieren, um unter anderem die aktuellen energetischen Anforderungen in Bezug auf Dämmung und Heiztechnik zu erfüllen. Ziel ist es, langfristig die Heizkosten zu reduzieren und so auch unsere Mieter kostenmäßig zu entlasten.“Nicola Koch, Prokuristin der Genossenschaft
In den letzten fünf Jahren hat die Genossenschaft für Renovierungs- und Modernisierungsmaßnahmen 3,8 Millionen Euro ausgegeben.
„Hilfe zur Selbsthilfe, das sind unsere Werte und Vorstellungen. Das Anliegen der Gründerväter war es, die Wohnungsnot im Hochsauerland zu beheben. Daran hat sich nichts geändert, denn Wohnen ist eines der menschlichen Grundbedürfnisse.“Peter Wagner
Die Genossenschaft verzichtet auf eine Jubiläumsfeier. Aufsichtsrat, Vorstand und Mitarbeiter haben sich vielmehr entschlossen, der Aktion „Lichtblicke“ eine Spende von 900 Euro zukommen zu lassen.
Das Team der Wohnungsbaugenossenschaft Hochsauerland
INFORMATION
Informationen zum Zensus 2022
Im Rahmen des Zensus 2022 beziehungsweise wegen der Vorbefragung zur Gebäude- und Wohnungszählung sind Immobilieneigentümer – also auch die Wohnungsbaugenossenschaft – verpflichtet, den Statistischen Ämtern des Bundes und der Länder neben wohnungsbezogenen Daten auch folgende personenbezogene Angaben zu übermitteln:
Namen und Vornamen von bis zu zwei Personen, die die Wohnung nutzen, und
die Zahl der Personen, die in der Wohnung wohnen.
Rechtsgrundlage hierfür ist § 6 Absatz 1 Nummer 1 BStatG, § 24 Absatz 1 ZensG 2022 in Verbindung mit § 15 BStatG. Als Ihre Genossenschaft und Ihr Vermieter unterrichten wir Sie gemäß Artikel 13 Absatz 3 DSGVO über diese Verwendung Ihrer personenbezogenen Daten. Die konkreten Löschungsfristen nach dem ZensG 2022 sind von den statistischen Ämtern des Bundes und der Länder einzuhalten. Darüber hinaus stehen Ihnen die Rechte aus den Artikeln 13 bis 18, 21 und 77 DSGVO zu.